KOPFHÖRER

InEar StageDiver 2 und 3

InEar - Live Pro StageDiver 2 und StageDiver 3

 

Inear-Kopfhörer

InEar ist seit Jahren einer der Top-Anbieter von professionellen Inear-Systemen. Eigens angepasste Kopfhörer sind deren Spezialgebiet. Mittlerweile gibt es jedoch einen immer größeren Bedarf an hochwertigen Inears ohne individuelle Anpassung.

InEar erweitert dafür das Angebot um drei neue Modelle: StageDiver 2, StageDiver 3 und der LivePro 3 sind brandneu und werden erst auf der Musik Messe in Frankfurt dem Publikum vorgestellt. Wir hatten die Möglichkeit die neuen InEars vorab zu Testen, erhältlich sind diese dann ab der Musik Messe.

Der LivePro 3 ist ein neuer 3-Wege Hörer aus individuell angepasstem Acryl . Die nicht-angepassten StageDiver bringen einen Kostenvorteil gegenüber Kopfhörern mit Custom-Otoplastiken - aber bieten Standardformen den Tragekomfort eines angepassten Systems? InEar wirbt mit einem aufwändigen Verfahren, bei dem aus über 500 dreidimensionalen Ohrmuschel-Scans eine Art Optimum entwickelt wurde, das den besten Sitz unter den nicht-angepassten Systemen bieten soll. Hören wir mal rein.

Ausstattung

Der StageDiver 2 ist ein 2-Wege-System mit linearer Abstimmung. Als Einsatzgebiet kommt neben der Bühne somit auch die Studioumgebung in Frage. Einen anderen Ansatz verfolgt InEar mit dem StageDiver 3, dessen 3-Wege-System auf Bassbetonung ausgerichtet ist. Damit soll dieser Inear die Musiker bedienen, die den zusätzliche Bassschub für ihre Performance suchen. Schlagzeuger, Bassisten oder Musiker aus dem elektronischen Metier sollen hiermit auf ihre Kosten kommen. Die Bassbetonung schöpft der StageDiver 3 aus einem separaten Basstreiber, der Subwoofer-artig den Bass bis 200 Hz betont und den Mittel- sowie Hochtöner dabei nicht beeinflusst.
Praktische Details: Die Kabel sind am Inear gesteckt und können bei Bedarf selbst getauscht werden. Auch das austauschbare Cerumen-Filter-System, das die Hörer vor eindringendem Ohrenschmalz schützt, zeugt von praxisgerechtem Design.

Praxis

Die Form des Kopfhörers sitzt bei jedem unserer Testhörer erstaunlich gut. Bislang kannten wir keinen Standard-Inear, der ein solches Maß an Komfort und Tragesicherheit bietet. Er reagiert bei uns neutral auf Kopf- und Kieferbewegung, ohne den sicheren Sitz zu verlieren. Hier hat der Hersteller ganze Arbeit geleistet, um eine hochwertige und praxistaugliche Alternative zum angepassten Inear anbieten zu können.

Auch der Hörtest fällt mehr als positiv aus. Allerdings sollte man genau wissen, für welches Einsatzgebiet man einen Kopfhörer benötigt. Der teurere StageDiver 3 ist nicht automatisch der bessere. Der zusätzliche Basstreiber hat in der Tat den vom Hersteller beworbenen Subwoofereffekt: Ein tiefes Fundament gibt dem Musiker ein tolles Spielgefühl. Der Bass wirkt geradezu physisch spürbar auf den Hörer ein. Das macht für alle Tiefbass-getriebenen Musikgenres Sinn und es erhöht schlicht den Spaßfaktor beim hören oder musizieren. Die Höhenabbildung bleibt zwar neutral, aber der starke Bass maskiert weite Teile des unteren Mittenspektrums. Wer also eine neutralere Abbildung der Musik sucht, ist bei dem günstigeren StageDiver 2 richtig.

Dessen lineare Abstimmung sorgt für mehr Transparenz über das gesamt Spektrum. Dennoch schafft auch der 2-Wege-Inear ein sauberes und tiefes Bassfundament abzubilden - wenn es das Musikmaterial denn hergibt. Die Darstellung im Bass ist hier differenzierter und in Ausnahmefällen sogar subjektiv satter als beim StageDiver 3. Das hängt mit der Abstimmung des 3er zusammen, dessen Bassanhebung bis 200 Hz reicht und somit auch tendenziell dröhnige Frequenzen betont. Die räumliche Abbildung ist bei beiden Versionen gut und entspricht dem hohen Niveau, das auch die Mittbewerber in dieser Preisklasse bieten. Die Höhen lösen gut auf, können aber die Differenzierung teurerer Systeme nicht abbilden. Das zeigt sich in einem gewissen Grundcharakter der Höhenabbildung, die jede Musikwiedergabe über die StageDiver zeigt. Da beide Systeme sehr gut in sich abgestimmt sind, ist der Gesamthöreindruck sehr gut.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die fantastische Außenschalldämmung, die sowohl Live-Musikern als auch Soundengineers entgegen kommt. In Kombination mit den sehr hohen Pegelreserven, die die StageDiver-Systeme bieten ohne zu verzerren, lässt sich eine laute und voluminöse Bühne abbilden, die die Klangquelle praktisch völlig von den Außengeräuschen isoliert.

Fazit

Mit der Formgebung der StageDiver-Serie zeigt InEar eine fantastische Entwicklungsleistung. Nie zuvor hatte uns ein Standard-Inear annähernd den Komfort eines angepassten Systems bieten können. Und wem das nicht reicht, der kann auch für die StageDiver-Hörer Silikon-Otoplastiken ordern. Klanglich sind beide StageDiver Modelle in sich sehr gut abgestimmt. Der Einsatzzweck entscheidet über die Wahl des bassbetonten 3-Wege- oder des linearen 2-Wege-Systems. Bei der  recht günstigen Preisempfehlung des Herstellers lässt sich jetzt schon erahnen, dass die StageDiver-Serie das Potenzial zum Hit besitzt. Alle Modell werden in einm sehr robusten schlagfestem Minicase gleifert, damit ist ein sicher Transport gearantiert.

Daten:

StageDiver 2
2-Wege Inear mit universeller Standardanpassung
Einführungspreis: 329,00 €

StageDiver 3
3-Wege Inear mit universeller Standardanpassung
Einführungspreis: 449,00 €

LivePro 3
3-Wege Inear aus an das Ohr angepasstem Acryl

Einführungspreis: 798,00 €

 

www.inear.de