SOFTWARE

Sonnox EQ

Sonnox EQ

Audio-Plug-In

 
Die Firma Sonnox (Sony Oxford) ist spätestens seit Ihrer R3-Digitalkonsole ein bekannter Name im Audiogeschäft. Nach und nach wurden die beliebten Features der Mixing-Konsole ebenfalls auf Plug-In-Basis umgesetzt und liefern in beeindruckender Qualität die Ergebnisse, die sonst nur Besitzer der stattlichen Hardware-Variante erzielen konnten. Mit dem Sonnox EQ ist jetzt die komplette Entzerrer-Sektion des legendären Pults als Plug-In für jegliche DAW's vorhanden.



 

Features

Das Oxford EQ Plugin setzt sich ähnlich dem Dynamics Plug-In aus mehreren einzelnen Instanzen zusammen. Es gibt die Filtersektion, einen 3-Band, einen 5-Band und schließlich einen kompletten Modus, in dem alle Bestandteile gemeinsam verfügbar sind. So muss man sich zwar im Voraus Gedanken machen, welche Elemente man gebrauchen will, andererseits spart man so Ressourcen, falls nicht alle Bänder genutzt werden sollen. Für diesen Test wollen wir natürlich den vollen Funktionsumfang des Plug-In's erfahren und laden somit das EQ+Filter-Komplettplugin.
Dieses besteht aus insgesamt 7 Filtern, welche alle separat ein- und ausgeschaltet werden können. Zur Beschneidung der Höhen und Tiefen sind jeweils Hochpass- und Tiefpassfilter vorhanden. Diese sind in ihrer Güte in 6dB Schritten zwischen 6d/Oktave und 36dB/Oktave einstellbar, was definitiv ausreicht, um sein Signal frequenzbezogen im Zaum zu halten. Der Hochpass-Filter reicht hierbei bis herauf auf 400Hz, während der Tiefpass-Filter bis 1000Hz herab wirken kann.

Die restlichen EQ's setzen sich aus 5 vollparametrischen Bändern zusammen. Die Bässe, sowie die Höhen lassen sich hierbei von einer Bellfiltercharakterisik zu Shelving Filtern umwandeln, um jeweils das komplette Frequenzspektrum ab der eingestellten Frequenz bearbeiten zu können.
Die restlichen 3 Filter (Tiefmitten, Mitten und Hochmitten) arbeiten komplett als Bell-Filter.
Sehr nützlich bei der Bearbeitung gestalten sich die A und B Vergleichs-Buttons, welche 2 unterschiedliche Bearbeitungen miteinander vergleichen können. Hat man Taste A aktiviert, ändert man das A-Preset, wechselt man dann auf B, sind alle Regler wieder auf Unity und hier kann man ein völlig neues Setup wählen, während die alten Einstellungen unter A erhalten bleiben. So kann man frei hin und her wechseln, um die beste Methode des EQ-ings herauszufinden.

Eine Besonderheit des Oxford EQ's sind die 4 wählbaren Equalizer-Typen. Hier handelt es sich um verschiedene EQ-Charakteristiken. Die verschiedenen Typen unterscheiden sich in der Abhängigkeit von Cut/Boost und Q-Faktor, also Filtergüte. Typ 1 hat hierbei die geringste Abhängigkeit, heißt also, dass bei jeder eingestellten Anhebung oder Absenkung der gleiche Q-Faktor erhalten bleibt. Typ 4 stellt das genaue Gegenteil da, einen Filter, der bei geringer Bearbeitung sehr breit agiert und bei stärkerer Bearbeitung zunehmend steiler wird. Typ 2 und 3 stellen jeweils Mischformen dar. Hier gilt es zu entscheiden, ob man sehr analytisch und präzise (eher in Richtung von Typ 1), oder eher breitbandig und musikalisch (eher in Richtung Typ 4) vorgehen will und danach den Modus auszuwählen. Im Endeffekt sollen aber selbstverständlich die Ohren entscheiden!
Abgerundet wird das Paket durch einen Output-Regler, der das durch Bearbeitung möglicher Weise lauter gewordene Signal um bis zu 20dB absenken kann.


 

Anwendung

Der EQ tut in der Praxis genau das, was er soll und das auf allerhöchstem Niveau! Zuerst haben wir die Filtersektion getestet und sind begeistert. Der Oxford-EQ schneidet je nach gewählter FIltergüte exakt dort ab, wo gewünscht und im Gegensatz zu vielen anderen EQ's ist mit einer steilen Bearbeitung kein gleichzeitiger Boost an der Grenzfrequenz verknüpft. Sehr schön!
Die Bell-Filter können ebenfalls voll und ganz überzeugen. Je nach Typ-Einstellung arbeiten sie sehr präzise, bis hin zu sehr breitbandig und musikalisch. Jede Form der Bearbeitung läuft allerdings immer sehr sauber ab und erfolgt ohne Färbung oder Verzerrung.


Lizenz

Die erforderliche Lizenz ist per eigener Internetseite schnell auf den entsprechenden iLok-Account transferiert und sofort zum Einsatz bereit.


Fazit

Die insgesamt 7 Bänder sind absolut ausreichend, um jedes Signal entsprechend den eigenen Vorstellungen anpassen und formen zu können. Durch die unterschiedlichen EQ-Typen ist der Oxford-EQ für verschiedenste Zwecke zu gebrauchen. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von analytischer Präzision beim entfernen von Raumresonanzen oder Störfrequenzen, über klassische Einzelsignal-Säuberung und -Shaping, bis hin zur Summenbearbeitung mit breitbandigen, musikalischen Filtern.
Ein sowohl vom Funktionsumfang, als auch vom Klang absolut überzeugendes Tool für sämtliche Anwendungen, in denen Frequenzbearbeitung gefragt ist.
Zuschlagen!
 

Features


Sonnox EQ
Plug-In zur Audiobearbeitung
HP und LP-Filter
5 vollparametrische EQ's, davon 2 umschaltbar auf Shelving-FIlter
A/B-Vergleich möglich
Output-Gain
4 verschiedene Charakteristika einstellbar.
Betriebssysteme: MAC & PC
(VST/AU/RTAS/AAX)

UVP: 330,-€

www.sonnox.com