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QSC K12 und Ksub

QSC - K12 und KSub

PA Full Range Aktivbox und Aktiv-Subwoofer

Die K-Serie besticht auf dem Papier mit Eigenschaften, die jeden Musiker und Live-Techniker aufhorchen lassen: Kompakt, transportabel und extrem leistungsfähig bei transparentem, dynamischem Klang - ist das möglich, was der Hersteller verspricht?

 


Aufbau K12...

Von der kompakten Aktivlautsprecherserie haben wir mit den K12 das größte Modell zum Test. Wie der Name verrät, arbeitet ein 12“ Treiber im Gehäuse. Den Hochtonbereich übernimmt ein 1“ Treiber, der auch in den kleineren K-Modellen verbaut wird. Das Gehäuse ist kaum breiter als der Tieftonlautsprecher, baut dafür etwas mehr in die Höhe.

Die Form erlaubt neben der Aufstellung auf einem Stativ auch die angewinkelte Positionierung auf dem Boden als Monitor oder Sidefill. Mit der Wahl von ABS-Kunststoff als Gehäusematerial setzt QSC konsequent auf Transportabilität. ABS ist leicht, recht verwindungssteif und bruchsicher, womit es sich sehr gut für akustische Anwendungen eignet. Auch die moderne Class D Verstärkertechnik macht sich QSC zu Nutze.

 

QSC verwendet zwei starke 500 Watt Endstufenmodule, die gegenüber herkömmlichen Endstufen eine enorme Gewichtsersparnis bringen. Nun sind die knapp 19 kg Gewicht nichts für die Handtasche, aber gemessen an der Leistung ist das ein unschlagbares Verhältnis.

 

 

Hinzu kommt, dass QSC das Lautsprecherdesign bis hin zu den Griffen perfekt durchdacht hat: Neben den zwei seitlichen findet sich ein einzelner Griff oben - allesamt perfekt ausbalanciert. Hier wurde offensichtlich auch für solche vermeintlichen Details Mühe investiert, um ein hervorragendes Handling zu gewährleisten. Im täglichen Einsatz ist das Gold wert.

 

...und KSub

Der Subwoofer der K-Serie ist als Bandpass mit zwei 12“ Treibern ausgelegt. QSC setzt hier auf Birkenmultiplex als Gehäusematerial. Der Sub ist genauso schmal wie der K12 und damit auch in schwieriger Umgebung einfach aufzustellen.

 

Standardmäßig sind vier Rollen unter dem Gehäuse verbaut, sodass sich die rund 34 kg noch gut bewegen lassen. Wie im K12 arbeiten auch im KSub zwei 500 Watt Class D Endstufen. Die Kombi aus KSub und K12 liefert also pro Seite satte 2000 Watt RMS.

 


Anschlüsse

QSC stattet seine K-Serie mit einer der vielseitigsten Anschlussmöglichkeiten aus, die man auf dem Markt finden kann. Eingangsseitig bieten die Tops zwei XLR-Klinke-Kombibuchsen sowie einen Stereo Cinch-Eingang. Die Kombibuchsen verarbeiten entweder Line- oder Mikrofon-Signal, schaltbar direkt neben der Buchse. Der Klinkeneingang nimmt auch ein hochohmiges Instrumentensignal zur Verstärkung. Beide Eingangskombibuchsen liegen direkt durchgeschliffen auf zwei XLR-Ausgängen, mit denen sich weitere Lautsprecher speisen lassen.

Interessant sind die Mixing-Optionen, die die K-Lautsprecher bieten: Beide Kombieingänge lassen sich über ein Gainpoti im Pegel ändern und somit auf dem gemeinsamen dahinter liegenden XLROut als Mix abgreifen. Für ein kleines Einzel-Setup mit einem Top und einem Sub lässt sich somit zum Beispiel das Verhältnis zwischen angeschlossenem Mikrofon und Playback (z.B. über den Cinch-Eingang) regeln und aber den Mono XLR-Out an den Sub schicken. In diesem Fall spart sich der Musiker einen kleinen Mixer.

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle die hochwertige Qualität des Anschluss-Panels: Wertige Buchsen und perfekt laufende gerasterte Potis genügen professionellen Ansprüchen bei harter Nutzung on the Road.

 

K12 - Anschlüsse

 

Der KSub bietet klassisch zwei Eingänge als Kombibuchse (sowohl XLR als auch Klinke sind für Line-Pegel ausgelegt). Diese wiederum liegen durchgeschliffen an zwei XLR Outs an. Somit ergibt sich für einen Stereoaufbau mit zwei Tops und zwei Subs folgende einfache Ansschlussoption: Das Stereosignal wird über zwei XLR- oder Klinken-Anschlüsse an den Sub angeschlossen und über dessen durchgeschliffene Ausgänge an die jeweiligen Tops per XLR weiterverbunden.

 

KSub Anschlüsse


Einstellungen

Eine EQ-Sektion bietet die K-Serie nicht. Wenn erforderlich werden solche Einstellungen ohnehin am Mixer oder im separaten Rack vorgenommen. Nützliche Presets sind jedoch vorhanden: Die Tops sind zwischen den drei Optionen „External Sub“, „Normal“ und „DEEP“ schaltbar. „External Sub“ setzt einen Lowcut im Top, um eine gute Anpassung an den Sub zu gewährleisten. „Normal“ ist eine lineare Frequenzbearbeitung und hinter „DEEP“ verbirgt sich eine Bassanhebung, die dem Top ohne zusätzlicher Subwoofer-Nutzung mehr Druck verleiht. Die Anhebung sitzt weniger im Tiefbassbereich als viel mehr im Punch, die vor allem einem Musiksignal bei leiseren Lautstärken zu Gute kommt.

Auch der Hochtöner bietet neben einer neutralen „Flat“-Option einen „Vocal Boost“, der Präsenzen anhebt und je nach Räumlichkeit mit nur einem Schalter eine höhere Durchsetzungskraft für Frequenzen im Vocal-Bereich liefert.

Der KSub bietet ebenfalls neben einem neutralen Modus eine DEEP-Funktion, die das Bassfundament betont. Ein weiterer Schalter lässt die Phasenlage um 180 Grad drehen um eventuelle Phasenprobleme in den Bassfrequenzen zu beheben. Nicht nur die Tops sind mit den bereits erwähnten Gainpotis ausgestattet. Auch am Sub können die beiden XLR Outs geregelt werden.

Alle Tops und der Sub sind außerdem mit einem Anschluss für einen fernsteuerbaren Lautstärkeregler ausgestattet - praktisch für den Tontechniker, der die Pegelkontrolle von seinem Platz aus haben möchte.


Praxis

Wir haben das K-System einem Langzeittest unterzogen. Gigs, Proben, Mikrofon-Signale vom Mixer, Direktsignale vom E-Drum-Kit - die K12 und KSub mussten eine Menge mitmachen. Stets hat uns das perfekte Design die Arbeit leicht gemacht. Transport und Aufbau sind schnell bewerkstelligt. Dazu tragen durchdachte Griffpositionen, viele Gewindeanschlussoptionen (M10) und der „Tilt-Direct“ Flansch mit seiner leichten Neigung nach unten bei.

 

 

Schalter, Potis und Buchsen rasten definiert und sauber ein. Selbst der Stromanschluss hat einen einfachen Rastverschluss, der vor versehentlichem Ziehen schützt.

Aber wie klingt das System? Der K12 kann bereits "stand alone" als Full Range System voll überzeugen. Transparent, druckvoll und durch die enormen Leistungsreserven mit einer gewaltigen Dynamik ausgestattet, spielt der recht kompakte Lautsprecher deutlich größer auf als man es ihm zutraut. Die DEEP-Bassverstärkung macht bei leiseren Pegeln Sinn, bei höherer Lautstärke findet er seltener Anwendung. Als Monitor für den Drummer kann der K12 voll überzeugen: Transienten klingen ungemein kraftvoll und offen ohne ins Harsche abzudriften. Auch in dieser Anwendung beeindruckt der Pegel, der selbst kurz vor dem Limit noch kein gestresstes Klangbild erkenne lässt.

Die Kombination mit dem KSub lässt dann auch im Bassbereich gar keine Wünsche mehr offen. Ein volles Stereosystem mit zwei Tops und zwei Subs beschallt mit seinen 4000 Watt - je nach Räumlichkeit - locker mehrere Hundert Zuhörer. In einer solchen Umgebung schaut man ungläubig auf das verhältnismäßig kleine System, das so dynamisch und druckvoll aufspielt. In der Praxis zeigen sich Vocal Boost und DEEP als ausreichende Presets, um grundlegende Einstellungen vorzunehmen, denn die Einsatzfrequenzen sind sehr gut gewählt. Wer es genauer haben möchte, greift ohnehin zum externen EQ um chirurgisch an der Frequenzkurve zu basteln.


Fazit

QSC hat mit der K-Serie die Messlatte enorm nach oben geschraubt: Ein System mit dieser Mobilität, Leistung und Klangqualität sieht man nicht alle Tage. Der Preis spiegelt die Qualität wieder und bleibt doch für die gebotene Leistung auf einem erträglichen Niveau. Den KLautsprechern merkt man in der Praxis an, dass sie schlichtweg durchdacht sind und auch aus der Praxis entwickelt wurden. Das Elektronik-Panel lässt keine Wünsche offen, die Anschlussmöglichkeiten decken alle praxisrelevanten Optionen ab. Hier kommen wir nicht um eine klare Empfehlung für diejenigen, die Leistung und Klangqualität suchen, herum. Ob E-Drumms, ein kompletter Bandmix oder Musikplayback - die QSC K-Serie überzeugt auf ganzer Linie.


QSC K12 Überblick

2 Wege Aktivlautsprecher mit 12" Tieftöner und 1“ Hochtontreiber
2 x 500 Watt Class D Endstufe
Frequenzgang (-6dB): 52 Hz - 18 kHz
Abstrahlcharakteristik (-6 dB): 75° konisch
Maximaler Schalldruck in 1m: 131 dB
Gewicht: 18,6 kg
ABS Kunststoffgehäuse
Höhe x Breite x Tiefe: 603 mm x 356 mm x 356 mm
Garantie: 6 Jahre
UVP: 988,41 €


QSC KSub Überblick
Aktiv-Subwoofer mit 2 x 12" Tieftöner
2 x 500 Watt Class D Endstufe
Frequenzgang (-6dB): 48 Hz - 134 Hz
Maximaler Schalldruck in 1m: 130 dB
Gewicht: 33,6 kg
Birkenmultiplex-Gehäuse
Höhe x Breite x Tiefe: 665 mm x 365 mm x 714 mm
Garantie: 6 Jahre
UVP: 1220,94 € 

Vertrieb: www.shure.de