SPEAKER

Leem EDM-10 Monitor

Leem EDM-10

Aktiv-Bühnenmonitor
 
Von Leem haben bislang nur die wenigsten gehört. Der Koreanische Hersteller ist hierzulande über Gerhard Knauer Musik zu beziehen. Leem steht für einsteigerfreundliche Niedrigpreise. Wie viel Klang man beim EDM-10 Aktiv-Bühnenmonitor für 189,00 € bekommt, lest ihr in diesem Kurztest.



 
Technik
 
Der kompakte 15-Kilo-Monitor sieht nach einem praktischen Wedge für den (E-)Schlagzeuger aus. Der 10“ Lautsprecher mit koaxial angeordnetem 3“ Hochtöner gibt laut Datenblatt 30 Watt RMS aus. Das Kontrollpanel bietet neben Lautstärkereglern auch Potis für eine rudimentäre EQ-Sektion bestehend aus den Parametern LOW und HIGH. Die zwei Eingänge „Edrum“ und „Line“ (jeweils als 6,3 mm Klinke) sind separat in der Lautstärke regelbar. Zwei weitere Klinkenanschlüsse dienen als serieller Einschleifweg für Effekte.
Gehäuse und Verarbeitung sind völlig in Ordnung und entsprechen einfachen Einsteiger-Gitarrenamps: Tolexbezug über Holz, Kunststoffecken, ein einfacher Tragegriff und Frontgitter. Das alles ist nicht schön, aber stabil und zweckdienlich – darauf kommt es an.


 
Praxis
 
Wir testen den Leem EDM-10 sowohl am E-Drumkit als auch mit Line-Musiksignal, wie man es auf der Bühne oder im Proberaum nutzen würde, um akustisch mehr von der Band mitzubekommen. Zunächst überrascht der recht hohe Pegel, der zum üben locker ausreicht. Wer jedoch die LOW und HIGH Regler auf mittiger Position stehen hat, wird weniger Freude haben: Die Bässe sind dominant, schwammig und zerren bei höheren Lautstärken schnell. Um auf lautere Pegel zu kommen, empfiehlt es sich, den Bass auf null zu drehen. Der Klang bleibt immer noch voll, übersteuert aber deutlich später. Nur bei leisesten Pegeln ist ein Bassschub per Regler sinnvoll. Insgesamt klingt ein solcher Monitor natürlich nicht high fidelity oder auch nur neutral. Der Klang ist recht einfach aber zum üben eben doch ausreichend. Die Mitten sind präsent, womit Stimmen etwas weiterer in den Vordergrund gerückt werden. Das Auflösungsvermögen ist nicht hoch, für den günstigen Preis aber in Ordnung. Die Höhen sind stark gerichtet und nur vernünftig im direkten Schallkegel hörbar. Das ist in den meisten Situationen im Proberaum oder auf der Bühne sinnvoll.



 
Fazit
 
Der Leem EDM-10 zeigt, was für 189,00 € UVP machbar ist: Ein Aktivmonitor mit einfacher Klanganpassung, ausreichender Leistung zum üben und akzeptablem Klang. Der kostenbewusste Einsteiger sollte hier einen Blick drauf werfen.
 
Daten:
Aktiv-Monitor
10“ Basslautsprecher
3“ Hochtonlautsprecher
30W RMS Endstufe
2 Eingänge
2 Klangregler
Einschleifweg seriell
15,2 kg Gewicht


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