ZUBEHÖR

TAMA RW200

Tama Rhythm Watch RW 200

Metronom für Schlagzeuger

Die Rhythm-Watch von Tama ist mit eine der bekanntesten Alternativen unter den externen Metronomen. Wir testen das Flaggschiff aus Tamas Metronom-Linie.


Grundaufbau

Schon beim Auspacken fällt auf, dass die RW200 angenehm verarbeitet ist. Zwar kommt als Material ausschließlich Plastik zur Verwendung, allerdings bemerkt man dennoch eine wertige Verarbeitung. Die Knöpfe sind ordentlich integriert, sitzen fest und haben einen angenehmen Druckpunkt, sowie ein angenehmes Dreh-Verhalten. Das Format der Rhythm Watch 200 erinnert ein wenig an einen Discman, ist also von den Ausmaßen her etwas über denen einer CD angesiedelt. Das Gerät wird von einem großen Tempo-Wahl-Encoder dominiert, welcher das eindeutig größte Bedienelement darstellt. Hinzu kommen 6 zusätzliche Drehregler oberhalb des Displays, 6 Taster unterhalb des Displays und zwei große Taster für Start/Stop und für Tap Tempo. Alles in Allem vermittelt die RW200 einen sehr soliden und übersichtlichen Eindruck. Man findet sich sofort zurecht und es ergeben sich keine Fragen über unklare Strukturen.




Nach dem Verbinden des Gerätes mit dem Strom als Alternative zum Betrieb mit einem 9V-Block lässt sich das Gerät einschalten. Im Gegensatz zum kleineren Bruder RW30 sind hier allerdings noch weitere Einstellungen notwendig, bevor es losgehen kann, denn ein Druck auf die Start-Taste bewirkt zunächst mal nichts außer einer optischen Rückmeldung. An dieser Stelle kommen die 6 Drehregler oberhalb des Displays ins Spiel. Diese sind recht übersichtlich mit entsprechenden Notenwerten markiert und regeln jeweils die Lautstärke des angegebenen Notenwertes für das jeweilige Tempo. Verfügbar sind hier: Viertel, Offbeat-Achtel, Offbeat-Sechzehntel, Triolen, sowie Ganze. Der letzte Drehregler markiert die Masterlautstärke. Hat man sich also für ein Tempo entschieden, hat man hier die Möglichkeit, sich ein Metronom nach Belieben zusammenzustellen. Alle Notenwerte können hierbei gleichzeitig abgefeuert werden und man muss sich nicht auf eine Option beschränken. So lässt sich mit Hilfe von verschiedenen Lautstärken und verschiedenen Notenwerten ein für jeden angenehmes, rhythmisches Schema zusammenstellen, an dem man sich orientieren kann.





Der eingestellte Klick kann entweder über die integrierten Lautsprecher, oder über eine 3,5mm, sowie eine 6,3mm Klinkenbuchse abgegriffen werden. Sehr schön!

Die 6 Taster unterhalb des Bildschirms können Feinheiten der Wiedergabe des Metronoms variieren. Per Program + oder - Taste kann man verschiedene Presets durchschalten, in denen sich verschiedene Tempi und Taktstrukturen vorher per Store-Taste als eine Art Preset abspeichern lassen. Dieses Feature gestaltet sich sehr praktisch für den Live-Einsatz, da man sich sein komplettes Set entsprechend vorbereiten und live einfach abrufen kann, ohne jeden Song noch mal einzeln programmieren zu müssen. Die Sound-Taste variiert zwischen zwei unterschiedlichen Tonhöhen. Der Grundsound an sich ist eine Art elektronische Cowbell, ein Standard-Sound für Metronome, welcher allerdings auch nicht anpassbar ist. Die Mode-Taste ist eine Neuerung im Bereich von Metronomen. Sie bewirkt das Umschalten in den sogenannten „Stage“-Modus. In diesem Modus wird der Klick nach 8 Takten gestoppt, sodass lediglich der Anfang des Songs vorgegeben wird und sich dann die Eigendynamik der Band entwickeln kann. Der Beat-Taster zu guter Letzt schaltet das Taktmaß zwischen 0/4 und 9/4 um.



Der Tap-Tempo-Taster am oberen Gehäuserand ermöglicht das manuelle Eingeben und Herausfinden von Tempi und funktioniert direkt nach 5-maligem Druck, ohne weitere Einstellungen.

Das Display zeigt wie üblich die wichtigsten Informationen an. Neben dem Tempo, dem Taktmaß und der aktuellen Zählzeit, wird hier auch über den Modus, den ausgewählten Sound, sowie das aktuelle Programm und den Stand des Akkus informiert. Selbstverständlich ist das Display hintergrundbeleuchtet und somit auch auf dunklen Bühnen gut zu bedienen.

Ein zusätzliches, sehr angenehmes Feature ist die Remote-Klinkenbuchse, welche den Anschluss eines Fußschalters ermöglicht. Mit diesem kann man einerseits die Start/Stopp-Funktion bedienen, andererseits ist auch das Weiterschalten des entsprechenden Programms möglich. Also eine für Live sehr gut geeignete Funktion, welche ein vorprogrammiertes Set mit einem Fußschalter mit nur 2 Tasten steuern kann. Passend hierzu ist an der Kopfseite des Gerätes ein Gewinde für ein Stativ integriert, welches eine feste Installation des Gerätes ermöglicht.



Fazit

Die Tama Rhythm Watch RW200 zielt auf den professionellen Anwender, welcher hohe Ansprüche an die Zusammensetzung seines Metronoms hat. Hier werden viele unterschiedliche rhythmische Möglichkeiten geboten, die jeden Nutzer zufrieden stellen dürften. Auch die Stage-Funktion, sowie die Möglichkeit, verschiedene Sets zu programmieren und Live per Fußschalter abrufen und abspielen zu können, sind ein sehr nützliches Gimmick. Die Ausstattung mit Kopfhörerbuchsen in beiden Klinkenstecker-Größen macht die RW200 universell anschließbar und einfach zu handeln. Lediglich eine Größe Vielfalt an Sounds wäre hier wünschenswert. Ansonsten ein top Produkt, welches mit einer UVP von 99,-€ überzeugen kann.

Tama Rhythm Watch RW30

Metronom 30-250BPM 9 einstellbare Taktmaße 5 gleichzeitig regel- und mischbare Rhythmiken 2 mögliche Sounds Tap-Tempo-Funktion Program-Modus für vorher programmierbare Live-Sets

UVP: 99,-€

www.tama.de