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AUDIOINTERFACE

Focusrite Saffire Pro 40

 

 

 

Focusrite Saffire Pro 40

Focusrite steht seit über 20 Jahren für hochwertige Audiotechnik. Mit der Saffire Serie findet nun die langjährige Erfahrung im unteren Preissegment Anwendung.

Features
Das Saffire Pro 40 hat insgesamt 20 Eingangs- und 20 Ausgangskanäle. Davon sind acht Eingangswege analog jeweils mit Mikrofon oder Line-Level nutzbar. Diese acht analogen Inputs sind auf zwei Buchsen an der Vorderseite und sechs an der Hinterseite verteilt. Die zwei vorderen Kombibuchsen lassen neben Line- und Mikrofon- noch einen Instrumentenanschluss zu. Ausgangsseitig stehen 10 Wege zur Verfügung: 8 Line Outputs und 2 weitere Monitorausgänge - alles auf symmetrischer Klinke. Außerdem mit an Board: Midi In/Out, SPDIF In/Out, jeweils ein Adat In und Out, und zwei Firewire 400 Anschlüsse.


Das Bedienpanel
Die Front des Saffire Pro 40 ist klar strukturiert und intuitiv bedienbar: Für die zwei vorderseitigen Inputs ein Pad-Schalter sowie eine Line/Instrument-Umschaltung zur Verfügung. Die Phantompower lässt sich für die Kanäle 1-4 und 5-8 aktivieren. Die acht Gainpotis laufen gut und regeln gleichmäßig. Rechts neben den Potis finden wir das Input-Display. Hier wird der Pegel der acht Eingangskanäle jeweils mit einer Fünf-Segment LED-Kette angezeigt. Vier der Segmente stehen dabei für den Pegel unterhalb von 0 dBFS und eine markiert ein Clipping des ADWandlers. Daneben wiederum finden wir das Monitor-Poti sowie eine Dim und Mute Funktion. Schade, dass nicht noch ein Mono-Button verfügbar ist. Das Monitor-Volume regelt die Line-Ausgänge 9 und 10 auf der Rückseite. Diese können dann z.B. an ein Paar Aktivmonitore angeschlossen werden. Focusrite hat dem Saffire Pro 40 noch zwei separat regelbare Kopfhörer-Ausgänge spendiert.


Praxis: Die Software
Um das Saffire nutzen zu können, muss die Saffire MixControl Software installiert werden. Ohne den Anschluss eines Rechenrs läuft das Interface nicht - auch nicht einfach als Wandler. Die Software ist schnell installiert und erstrahlt dann schnell in ihrer schlichten, professionellen Optik. Erwartungsgemäß lassen sich im virtuellen DSP Mixer eine Vielzahl an routings erstellen. Standardmäßig stehen 16 Mono-Submixe zur Verfügung. Diese lassen sich natürlich beliebig ändern, z.B auf Stereo Gruppen. In der Software finden wir dann auch einen etwas komplexeren Monitorcontroller mit unserer am Gerät vermissten Mono-Funktion. Mit einem Button lege ich fest, ob ich den Monitoring Level am Gerätepoti oder in der Software regeln möchte. Per Software habe ich viele sinnvolle Optionen wie Monitorpresets und Einzelspeaker-Mutes. In der Praxis ist eine solche Softwarelösung nie zu 100% geschmeidig, denn ich muss ständig von meiner DAW zu Saffire MixControl wechseln, um die Monitoring-Funktionen wie z. B. Mono zu nutzen. Zum Vergleich muss man aber auch klar sagen: In dieser Preisklasse gibt es keinen Software-Mixer, der besser ausgestattet ist.

Neben der Control-Software liefert Focusrite auch noch gleich ein paar PlugIns mit. Neben EQ und Kompressor finden wir auch einen Reverb und ein Gate. Die Qualität ist akzeptabel und als Notlösung zum Ausprobieren ok. Im Vergleich zu den Onboard-Plugins der Standard DAWs wie Logic oder Cubase kann das Focusrite Bundle nicht mithalten.

Praxis: Klang
Vom Klang der Eingangswege sind wir wirklich angetan: Die Preamps haben genug Power und rauschen auch bei leisen Quellen mit viel Gain nicht auffällig. Am Drumset klingen die Kondensatormikrofone sehr offen, nicht unbedingt weich aber auch nicht zu hart. Auch dynamische Mikros mit höheren Gainsettings klingen frisch, attackreich und schlichtweg neutral. Bei dem günstigen Verkaufspreis ist das keine Selbstverständlichkeit. Focusrite hat es hier offenbar geschafft, ihr Knowhow aus höheren Preisgefilden in den günstigeren Fernost-Produktionen zu implementieren. Auch die Wandler machen einen guten Eindruck. Das Klangbild im 48kHz Modus empfand ich als besonders homogen für Pop-Rock-Musik. Daneben stehen natürlich noch 44,1 kHz und 96 kHz zur Auswahl.


Fazit:
Man muss sich immer wieder fragen, wie eine solche Audioqualität zu diesem günstigen Preis machbar ist. Klar senkt die Produktion in Fernost die Kosten. Aber unter der starken Konkurrenz im unteren Preissegment nimmt das Focusrite Saffire Pro 40 eine Top-Position ein. Ein besseres Gesamtpaket haben wir bislang noch nicht im Bereich um 500,00 € gesehen und gehört. Auch nicht selbstverständlich ist eine so hochwertige Mixer-Software mitzuliefern. Die PlugIns dagegen hätte man getrost weglassen können, denn die werden dem Namen Focusrite nicht gerecht. Alles in Allem hat Focusrite hier ein exzellentes Interface-Paket auf dem Markt, dass für den anspruchsvollen Homerecorder momentan das Preisleistungs-Maß der Dinge sein dürfte.


Focusrite Saffire Pro 40

8 analog In, davon 8 Mikrofonpreamps oder 8 Line oder 2 Instrumentenanschlüsse

10 analog Out, davon 8 Line und 2 Monitor-Line

44,1 / 48 / 96 kHz 24 Bit Wandlung

Midi In/Out

SPDIF In/Out
Adat In/Out (je 8 Kanäle)

2 separate Kopfhörer-Anschlüsse

2 x FireWire 400 Anschluss

230V Kaltgerätebuchse (integriertes Netzteil)

Mac/PC kompatibel

 

UVP: 529,- €

www.focusrite.de