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AUDIOINTERFACE

Akai EIE USB Audio Recording Interface

Akai EIE USB - 4 Kanal USB Audio Interface (4 analog In, 4 analog Out)

Hier im Test haben wir das günstigere EIE. Die Pro Version kostet rund100,00 € mehr. Vier Mikrofonvorverstärker in einem schönen Retro-Gehäuse für rund 200 Euro? Wir zeigen euch, was ihr von dem Akai EIE erwarten könnt.

 

Hier seht Ihr Claus Schulte an einem Drumsound Evolution Maple Drum Kit BD 24"x20" - SD Steel 14"x5,5", TT 13"x10", FT 16"x16". Einmal komplett ohne Effekte und im zweiten dann mit EQ und Compressor. Das ganze wurde mit nur vier Mikrofonen der Firma Shure aufgenommen. An der Bass Drum war ein Beta 52A. Als Overhead hatten wir zwei Beta 27 und an der Snare Drum war ein SM7B. Die Becken sind von der Firma Turkish Cymbals aus der Rock Beat Raw Serie HH 14", 16" und 18" Crash, 22" Ride. Die Hardware ist komplett von Dixon aus der Kinde Serie. An den Toms sind Felle von Aquarian, SD ein RMV Fell. An der BD RMV amSchlagfell und Remo am Reso.

 

Video - Teil 1 - Ohne Effekte

 

 

Video - Teil 2 - Mit EQ und Compressor

 

 

Analoge Inputs und Outputs

Das Akai EIE ist zunächst ein 4-Kanal USB Audiointerface. Die vier Eingangskanäle liegen an der Vorderseite als XLR/Klinken-Kombibuchsen an. Jeder Eingang kann von Instrumenten- auf Line/Mic-Level umgeschaltet werden. Dass Akai dafür Metallkippschalter gewählt hat, hebt das Interface angenehm von der Kunststoff-Konkurrenz ab. Außerdem steht jedem Input natürlich ein Gainpoti sowie eine paarweise hinzuschaltbare Phantompower für Kondensatormikrofone zur Verfügung. Das war‘s dann aber auch schon. Einen Pad- oder Low-Cut-Schalter sucht man hier vergeblich. Ausgangsseitig liegen auf der Rückseite vier symmetrische Klinkenbuchsen an. Die könnt ihr für Monitoring- oder Submix-Anwendungen gut gebrauchen. Gleich neben den Outputs finden wir vier weitere Klinkenbuchsen: Für jeden Kanal können analoge Inserts
angeschlossen werden. Wer also gern unkompliziert sein analoges Outboard einbinden möchte, wird für dieses Feature sehr dankbar sein.
Ein optisches Highlight sind die beiden blau beleuchteten analogen VU-Meter an der Vorderseite. Bei einem Signal-Clipping leuchtet das jeweilige VU-Meter rot auf - sehr schön und gut sichtbar. Über weitere Metallkippschalter lässt sich zum einen vorwählen, ob die Eingangssignale oder die Ausgangssignale angezeigt werden sollen. Außerdem wird paarweise zwischen Kanal 1 und 2 oder 3 und 4 auf dem Meter hin und her geschaltet.

 

Monitoring

Sehr durchdacht hat Akai die Monitoring Sektion aufgebaut. Ausgänge 1 und 2 sind als Master regelbar, dienen also dem abhören über (Aktiv-)Monitore. Hier hat man auch an einen Mono-Schalter gedacht - ein nicht zu vernachlässigendes Tool beim Mixen. Dem Kopfhörerausgang kann man verschiedene Quellen unabhängig vom Master Output zuweisen. Das heißt 1 und 2 oder 3 und 4 oder alle vier Kanäle zusammen sind
anwählbar, ohne dass sich am Masterausgang etwas ändert. Das ist praktisch, wenn man die Signale beim Pegeln über Kopfhörer hören möchte oder z. B. auf Ausgang 3 und 4 einen Submix liegen hat, den man unabhängig prüfen will.

 

USB und Midi

Das Akai EIE wird per USB an den Windows PC oder Mac angeschlossen. Eine Treiberinstallation ist nicht erforderlich; Alle Ein- und Ausgänge liegen sofort an. Perfektes Plug and Play. Als zusätzliches Feature hat Akai dem EIE einen USB Hub spendiert: Es liegen noch drei zusätzliche USB Outputs an. Dass Akai bei diesem Interface auf USB 1.1 setzt, ist allerdings verwunderlich. Wir reden hier über einen 14 Jahre alten Standard, der gerade mal 1,5 MByte pro Sekunde überträgt. Eine Festplatte anzuschließen macht also schlichtweg keinen Sinn. Pratkisch sind die Anschlüsse aber z.B. für Dongles. Akai vervollständigt die Anschlussoptionen mit je einem Midi Ein- und Ausgang. Anschlusstechnisch sind wir also bestens bedient.

 

Praxis

Bei der Inbetriebnahme läuft alles reibungslos: Das EIE fühlt sich wertig an, die Treiberinstallation entfällt - wir können gleich loslegen. Die recht unkonventionelle Form des Interfaces begünstigt ein schnelles und intuitives arbeiten: Alle Schalter und Potis sind sehr gut zugänglich. Der Aufbau ist nicht zu kompakt. Das Pegeln geht über die gut laufenden Potis leicht von der Hand. Einzige Einschränkung ist der fehlende Pad-Schalter. Ein Kondensatormikrofon an einer lauten Schallquelle (z. B. Snare) kann mitunter so viel Pegel an das Interface geben, dass es selbst bei Gainstellung auf 0 noch immer clippt. Hier kann man nur das Mikrofon gegen eines mit geringerem Output tauschen. Beim Abhören zeigt sich der Master-Ausgang dann als recht pegelschwach. Bei Master-Poti auf Anschlag hören wir weniger Pegel als bei anderen Interfaces, die nur zur Hälfte aufgedreht sind. Wer laut abhören möchte, muss also hinter dem EIE den Pegel aufholen (z.B. an den Monitoren oder der Endstufe).

Klanglich sind wir überrascht, was Akai für so kleines Geld bietet: Das Drumset klingt druckvoll und dynamisch, alle Frequenzanteile werden ausgewogen abgebildet. Lediglich die Höhen sind etwas zurückhaltend. Transienten werden leicht abgerundet und nicht mit vollem Attack wiedergegeben. Ich kenne aber kein Interface, dass vier Mikrofonvorverstärker zu diesem Preis bietet.

Die einzigen Punkte, an denen sich der geringe Preis offensichtlich wiederspiegelt, sind der veraltete USB 1.1 Anschluss und die Wandlung in nur 16 Bit. Wer sich daran stört, greift zur unwesentlich teureren Pro Version. Das Akai EIE ist aber insgesamt ein absoluter Preis-Leistungs-Hit: Vier Mikrofonpreamps, vier Ausgänge, eine gute Monitoringsektion, USB Hub, Midi-Anschluss - das ist mehr als man für diesen Preis erwarten kann. Dass es dann auch klanglich mit teureren Interfaces mithalten kann, ist beeindruckend.


Akai EIE
Anschlüsse:
4 x Mikrofon / Line XLR/Klinken-Kombi
4 x analoge Ausgänge, Klinke
Kopfhörerausgang
USB 1.1
Spezifikationen:
AD/DA-Wandler 44,1 / 48 kHz 16 Bit
Phantompower für alle Mikrofoneingänge
Netzteil-Anschluss

UVP: 209,99 €

www.akaipro.de