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SPEAKER

Adam Sub 12

 

Adam Sub 12 - Aktiv-Subwoofer

Die Berliner Regiemonitor-Schmiede ADAM bietet mittlerweile ein Subwoofer-Sortiment von sieben Modellen an. Wir testen den Sub 12, der für mittlere bis große Räume konzipiert wurde.

Features

Der 12 Zoll-Lautsprecher sitzt nach vorne gerichtet in einem großen, 26kg schweren Gehäuse von sehr guter Verarbeitung. Das Bassreflexrohr ist nach unten gerichtet, was die Aufstellung nahe einer Wand ermöglicht. Die Einbindung eines Subwoofers in die Abhöranlage ist mit viel Feinabstimmung verbunden - der Sub 12 bietet alle nötigen Einstellmöglichkeiten, um die tiefen Freuqenzen perfekt anzupassen:
Wie bei Studio-Subwoofern üblich, lässt sich die obere Grenzfrequenz sowie der Lautstärkepegel einstellen. Der Highcut ist zwischen 50 und 150 Hz wählbar, der Pegel zwischen -60 und + 6dB. Weiterhin kann die Phase des Subs gedreht werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Anschlussmöglichkeiten, um den Sub mit Haupt- oder Nahfeldmonitoren zu kombinieren:
Wer einen Monitorcontroller verwendet, verteilt von dort aus das Signal auf die Lautsprecher. In einer klassischen Regie-Anwendung haben wir mindestens zwei Stereo-Paare für unterschiedliche Monitore und einen Mono-Out, um den Subwoofer hinzu zu schalten. In diesem Fall verbinden wir den Monitorcontroller über ein XLR-Kabel mit dem Left oder Right Input des Subwoofers. Da es ein Monosignal ist, macht rechts oder links am Sub keinen Unterschied. Dieser Anschluss bietet den Vorteil, nur bei Bedarf den Subwoofer mit Signal speisen zu können. Beim Mixen reicht über längere Zeit zumeist das Abhören über Nah- oder Hauptmonitore. Das Hinzuschalten des Subs dient dann der gezielten Kontrolle über den Tiefbassbereich.
Die andere Anschlussvariante, die auch für den reinen Musikhörer interessant ist, sieht vor, dass das Signal von der Klangquelle (Interface, CD-Player etc.) direkt an den Subwoofer angeschlossen wird. ADAM bietet hier sowohl zwei XLR- als auch zwei unsymmetrische Cinch-Inputs. Über eine interne Frequenzweiche verteilt der Sub 12 das Signal nun über den Highcut-Regler an den internen Tieftöner und über einen 75Hz-Lowcut-Schalter an einen Stereoausgang. Dieser liegt auch im XLR- und Cinch-Format an und dient dem Anschluss der Hauptlautsprecher. Der schaltbare Lowcut filtert das Signal der Hauptlautsprecher, sodass es nicht zu störenden Interferenzen zwischen Sub und Stereolautsprechern kommt.

Welche Anschlussvariante die bessere ist, hängt von der Anwendung ab. In einer Studioumgebung, in der jeder Lautsprecher schaltbar sein soll, wird der Sub mit einem einfachen Monokabel versorgt. Möchte man den Sub ohnehin immer aktiv spielen lassen, sollte man das Stereosignal gleich durch den Sub und von dort an die Stereolautsprecher schicken.

Zwei weitere interessante Features bietet der Sub 12, die nicht unerwähnt bleiben sollen: Mit dem Mode-Schalter lässt sich eine Auto-On-Schaltung aktivieren, der erst die Endstufe aktiviert, wenn Signal am Sub ankommt - ein sinnvolles Strom-Spar-Setting. Außerdem bietet der ADAM einen Mono Sub Out. Dort liegt das Signal unverfälscht, aber gebuffert an. Damit lassen sich mehrere Subwoofer auch über längere Kabelwege in Reihe schalten, um große Säle zu beschallen.

Praxis

Wie bereits angedeutet ist die Aufstellung und Anpassung des Subwoofers eine sensible Angelegenheit. Wir testen zunächst über einen Monitorcontroller, sodass der Subwoofer separat und schaltbar über ein XLR-Kabel angesteuert wird. Nachdem wir eine geeignete Position im Regieraum gefunden haben gehen wir an die Feinabstimmung: In Kombination mit den ADAM A7X Nahfeldmonitoren stellen wir den Highcut des Sub 12 auf ca 70 Hz. Das Ergebnis nach dieser halbstündigen Anpassungsprozedur kann sich hören lassen: Das Nahfeldsystem wird um eine volle  Oktave nach unten erweitert. Die Wiedergabe des Subs ist dabei ungemein präzise und reich an Dynamik. Exakt und ohne jede Übergewichtung lassen sich die Tiefbassanteile unterschiedlicher Produktionen analysieren. Und auch beim Mixing ist der große Sub 12 eine wertvolle Hilfe, um Frequenzen zu staffeln und zu formen.

Wir testen die zweite Verschaltungsvariante, indem wir vom Interface direkt in den Subwoofer gehen und über den Satellite Out die A7X Nahfeldmonitore ansteuern. Den 75 Hz Satellite Filter haben wir aktiviert. Auch hier ein hervorragendes Ergebnis. Diese 2.1 Kombination ist extrem Präzise und macht Spaß. Natürlich hat der Sub 12 noch einmal deutlich mehr Kraft als die kleinen A7X. Der Sub ließe sich auch bestens mit dem A8X oder vergleichbaren größeren Monitoren kombinieren. Denn was den Pegel angeht, macht dem Sub 12 keiner so schnell etwas vor: Auch bei wirklich lauten Signalen klingt er gelassen und kontrolliert. Es ist kaum möglich, ihn in einen hörbaren Grenzbereich zu bringen.

Bei einem Subwoofer von dieser hohen Qualität und mit einer solch niedrigen Grenzfrequenz von 22 Hz sollte dringend auf eine adäquate Abspieleinheit geachtet werden. Billige Interfaces oder Reciever / CD-Player liefern selbst oft schon keinen knackigen Tiefbass. Unsere Tests mit verschiedenen Interfaces haben gezeigt: Tiefste Frequenzen können nur hochwertige Wandler wirklich sauber darstellen. Der ADAM Sub 12 wächst mit der Qualität des eingehenden Signals.

Fazit

Für einen Subwoofer dieser Qualität müssen einige Rahmenbedingungen stehen, um in den vollen Genuss seiner Abspielleistung zu kommen: Der Raum und Aufstellort müssen geeinget sein, die Frequenzen abzubilden. Außerdem sollte das eingehende Signal von hoher Qualität sein. Sind diese Bedingungen erfüllt, zeigt der ADAM Sub 12 auf höchstem Niveau, wie sich ein Hauptlautsprechersystem um unaufdringliche, präzise und bei Bedarf markerschütternde Tieffrequenzen erweitern lässt - eine perfekte Ergänzung für die Studioabhöre.

Daten:

12“ Lautsprecher
200 Watt RMS
Frequenzgang 22 - 150 Hz
26 kg
Preis: 1250,00 € UVP